Donnerstag, 28. Februar 2013

Buchrezensionen, Klappe die Erste.

Damit es nicht bei dem einen Post bleibt, gibt es heute eine kleine Buchrezension von gleich zwei kürzlich von mir verschlungenen Büchern. Es ist außerdem meine erste Buchrezension, da kann man auch mal auf die Kacke hauen und sich gleich einem ungleichen Doppel widmen. Mit Verrissen à la Laptandidel Latuda will ich aber nichts am Hut haben, wenn ich hier schon Bücher vorstellen, dann habe ich denen schon etwas abgewinnen können, denn mit schlechten Büchern möchte ich mich nicht länger auseinandersetzen müssen als unbedingt nötig.

Hier die heutigen Kandidaten, einmal Göttlich verdammt von Josephine Angelini und einmal Fabelheim von Brandon Mull, beide ausnahmsweise zu meinen sonstigen Gewohnkeiten nicht in Originalsprache sondern in deutscher Übersetzung. Beim ersten Buch liegt es ganz einfach daran, dass ich es zufällig in der Bücherei entdeckt habe, Fabelheim dagegen habe ich günstig bei einem Ausverkauf erstanden, wo es mir auch empfohlen wurde.



Fangen wir mal an mit Göttlich verdammt, es ist das erste Buch einer Trilogie und darauf gekommen bin ich durch meine fast 15 jahre jüngere Schwester, die es mir zu Weihnachten mal zeigte und auch gleich meinte, dass sie es nochmal lesen müsste. Das ließ mich aufhorchen, sie ist nämlich bei weitem keine so große Leseratte wie ich. Als ich dann zufällig vor kurzem das Buch in der Stadtbibliothek liegen sah, hab ich es gleich mal mitgenommen und direkt angefangen.

Grob kann man sagen, dreht sich die Story (mal wieder) um ein unscheinbares Mädchen mit so einigen persönlichen Problemen, bei der sich bald herausstellt, dass sie etwas Besonderes ist. DAS Thema gibt es ja nun häufiger in Fantasy-Büchern. Anders ist hier jedoch, dass es nicht in irgendeiner Fantasy-Welt spielt, zu einer undefinierbaren Zeit, sondern schon auf der Erde und im Heute verordnet ist. Ein wenig erinnerte es mich an die tolle Zeitreise Trilogie von Kerstin Gier, etwas böser ausgedrückt könnte man aber auch sagen, typischer Teenager-Roman mit Liebeskummer und eben einigen Fantasy-Elementen. So schlimm ist es aber dann doch nicht, denn in diesem Fall entdeckt die Protagonistin besondere Superkräfte, die im Zusammenhang stehen mit antiken Sagen und Göttern. Ich muss sagen, da hatte mich das Buch dann, denn als alte Lateinschülerin, die sogar Latein-LK hatte, kann ich der antiken Mythologie viel abgewinnen. Mehr werde ich jetzt aber nicht verraten, um das Buch nicht allzu sehr zu spoilern. 

Da ich lange Rezensionen selber nicht so gerne lese, komme ich mal fix zum Schlußplädoyer. Dieses Buch würde ich jedem empfehlen, der kein Problem mit Jugendbüchern und mit geschilderten Teenager-Problemen hat, ich persönlich lese ja unglaublich gerne auch Jugend- und Kinderbücher. Denkt man sich diese außerdem etwas beiseite, bleibt ein gut zu lesendes Buch über, das auch vernünftig übersetzt wurde und tatsächlich mit interessanten Fantasyelementen aufwarten kann. Ich weiß nicht, ob ich es mir unbedingt gekauft hätte, werde aber definitiv die beiden anderen Teile auch noch lesen, sobald ich in der Bibliothek darüber stolpere. Wer die bereits erwähnte Zeitreise-Trilogie mochte, wird wohl auch an diesem Buch Gefallen finden und ansonsten würde ich es für Mädchen ab 12 empfehlen, rein vom Gefühl her.


Nun zu Kandidat Nummer zwei, Fabelheim. Wahrscheinlich hätte ich dieses Buch nicht entdeckt, wäre es mir nicht beim Schließungs-Ausverkauf eines bremer Rollenspielgeschäfts in die Hände gefallen, als ich gerade eigentlich schon fast beim Rausgehen war. Irgendwie verschwand es dann aber ein paar Monate bei mir im Regal und tauchte erst kürzlich wieder auf. Anders als das erste Buch, zielt es definitiv auf ein jüngeres Publikum ab, dennoch ist es auch für "Erwachsene" spannend zu lesen und es wird auch als Buch für die ganze Familie beworben. Vorweg, mich hat das Buch so begeistert, dass ich mir sofort den zweiten Teil bestellt habe und gestern auch gleich damit angefangen. Das will schon etwas heißen bei mir.

Im Buch geht es um ein ein Geschwisterpaar, kleiner Bruder und ältere Schwester, die für einige Zeit zu Ferien bei ihren kaum bekannten Großeltern gezwungen werden, da die Eltern sie während einer Reise nirgendwo anders unterbringen können. Unnötig zu sagen, dass die Ferien dann doch alles andere als langweilig werden und wie der Titel bereist verspricht, darf mit allerlei Fabelwesen gerechnet werden, den Guten wie den Bösen.

Trotz der bereits lange im Fantasygenre bekannten Feen, Hexen, Trolle etc. schafft es dieses Buch tatsächlich ein neues Szenario zu schaffen und einmal angefangen konnte ich es kaum aus der Hand legen, sobald ich den etwas ruhigeren Beginn hinter mir hatte. Wer ein gutes Vorlesebuch für den Nachwuchs sucht, dem kann ich das auch ans Herz legen, denn in dem Fall stimmt die Empfehlung, dass es für die ganze Familie taugt, da kommt auch beim Vorleser keine Langeweile auf. Wer keine Kinderbücher mag und den klassischen Fabelwesen nichts abgewinnen kann, sollte das Buch allerdings besser meiden. Mir fällt leider nicht wirklich ein Vergleichsbuch ein, aber Fans von den "Enchanted Forest Chronicles" von Patricia Wrede, würden wohl auch dieses Buch mögen, auch wenn keine Drachen vorkommen, aber wer weiß, vielleicht ja in Teil zwei.

Und in bester Buchonlinehandels-Manier verabschiede ich mich mit: War diese Rezension hilfreich für sie?

Kommentare:

  1. Jep, war hilfreich!
    Das sind beides Bücher, die ich in der Bücherei schonmal in der Hand hatte. Jugendbücher lese ich lieber auf Englisch, aber die Bücherei hat halt mehr deutsche Bücher ... ich denke, ich könnte beides mal ausprobieren, kostet ja nichts :)

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  2. Ich fand die Rezensionen auch hilfreich, insbesondere weil du sehr darauf bedacht bist, wem das Buch gefallen könnte. :)
    Und ich denke, ich werde den beiden auch mal eine Chance geben, sofern es sie hier in der Bibliothek gibt!

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  3. ich muss sagen ohne die hiesige Bibliothek hätte ich viele tolle Bücher echt verpasst. Gerade so Bücher, wo man denkt, es lohnt sich nicht dafür Geld auszugeben, und dann stolpert man zufällig in der Bib drüber und manchmal ist es dann die ganz große Bücherliebe. :)

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  4. Oh, Fabelheim habe ich auch gelesen und hätte die Protagonistin am liebsten am laufenden Band aus dem Buch gezerrt und einmal durchgeschüttelt, damit sie zur Vernunft kommt. *lacht* Uuuuh, dies ist ein bisschen eklig, das ist ein bisschen eklig, und das ist sowieso eklig und ach ja hab ich vergessen, das das eklig ist?! Krank wird man davon garantiert auch noch?! Von meiner Abneigung dem Charakter gegenüber einmal abgesehen, lässt sich das Buch wirklich schnell und flüssig durchlesen.

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  5. Ich fand ja, dass Kendra okay war. Aber ihr Bruder ging mir zeitweise im Buch echt auf den Senkel. Da war ich eher in Schüttel-Laune. Ich habe gestern gerade den zweiten Teil durchgelesen und muss sagen, dass ich ihn fast noch besser fand, allerdings auch wesentlich "erwachsener".

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  6. Oh, oh, oh! Darauf warte ich ja schon lange. Dass du nen Blog beginnst.
    Wirklich.
    Freu mich auf all deine Projekte

    lg
    iris

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